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Urlaubsanspruch berechnen: Teilzeit & Co.

Wie viele Urlaubstage stehen bei 2, 3 oder 4 Arbeitstagen pro Woche zu? Der Rechner übersetzt den Vollzeit-Urlaub korrekt in deine Arbeitswoche — inklusive gesetzlichem Minimum, Zwölftelung bei Ein-/Austritt und nachvollziehbarem Rechenweg nach BUrlG.

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Urlaubsanspruch-Rechner
BUrlG · Werte 2026

Deine Angaben

Arbeitstage pro Woche

Wie viele Tage pro Woche wird tatsächlich gearbeitet — egal wie viele Stunden pro Tag.

Vollzeit-Woche im Betrieb

Leer lassen für das gesetzliche Minimum (20 Tage bei 5-Tage-Woche). Viele Verträge gewähren mehr, z. B. 28 oder 30.

Nur nötig bei Ein- oder Austritt im laufenden Jahr — dann rechnen wir die Zwölftelung nach § 5 BUrlG mit.

Ergebnis für 2026

20Urlaubstage

bei 5 Arbeitstagen pro Woche (gesetzliches Minimum)

Gesetzliches Minimum: 20 Tage
So haben wir gerechnet

1. Umrechnung: 20 Vollzeit-Tage × 5 ÷ 5 = 20 Tage Jahresanspruch. Bruchteile aus dieser Umrechnung dürfen nicht abgerundet werden.

Gesetzliches Minimum: 4 Wochen Urlaub = 4 × 5 Arbeitstage = 20 Tage (§ 3 BUrlG). Vertraglich vereinbarter Urlaub darf darüber, aber nicht darunter liegen.

Orientierungswert nach BUrlG — Tarifverträge (z. B. TVöD) und Betriebsvereinbarungen können abweichen. Keine Rechtsberatung.

Verständlich erklärt

So funktioniert die Berechnung

Das Bundesurlaubsgesetz garantiert 4 Wochen Urlaub pro Jahr (§ 3 BUrlG) — als 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche bzw. 20 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche. Für Teilzeit wird der Urlaub tageweise umgerechnet: Vollzeit-Urlaubstage × eigene Arbeitstage ÷ Referenz-Arbeitstage. Die Stundenzahl pro Tag spielt dabei keine Rolle.

Bei Ein- oder Austritt im laufenden Jahr greift in drei Fällen die Zwölftelung (§ 5 BUrlG): Eintritt nach dem 1. Juli, Austritt vor Ablauf der 6-monatigen Wartezeit oder Austritt in der ersten Jahreshälfte. Dann zählt jeder volle Beschäftigungsmonat 1/12 des Jahresurlaubs; Bruchteile ab 0,5 Tagen werden aufgerundet (§ 5 Abs. 2 BUrlG). Wichtig: Bruchteile aus der Teilzeit-Umrechnung selbst (etwa 22,4 Tage) dürfen dagegen nicht abgerundet werden.

Der Rechner zeigt immer beides: deinen Anspruch aus dem Vertrag und das gesetzliche Minimum als Untergrenze. Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen können günstigere Regeln enthalten — die gehen vor.

Aus der Planungspraxis

4 Praxis-Tipps zum Urlaubsanspruch

Vertrag vor Gesetz prüfen

Viele Arbeits- und Tarifverträge gewähren mehr als das Minimum (28–30 Tage). Gerechnet wird dann mit den Vertragstagen — das Gesetz ist nur die Untergrenze.

Ein- und Austritte sauber zwölfteln

Falsche Teilurlaubs-Berechnungen sind ein Klassiker bei Austritten. Merke: Austritt 2. Jahreshälfte nach Wartezeit = voller gesetzlicher Urlaub.

Feiertage nicht mitzählen

Gesetzliche Feiertage, an denen nicht gearbeitet wird, sind keine Urlaubstage und dürfen nicht vom Urlaubskonto abgezogen werden.

Stunden sind nicht Tage

Bei Teilzeit mit weniger Stunden an gleich vielen Tagen bleibt die Urlaubstage-Zahl gleich. Erst weniger Arbeitstage pro Woche reduzieren den Anspruch.

Im Produkt automatisch

Urlaubskonten führt Shiftdesk automatisch

Anspruch, Resturlaub, Übertrag bis 31. März und Feiertags-Logik — Shiftdesk rechnet das Urlaubskonto jedes Mitarbeiters automatisch und prüft Anträge gegen den verfügbaren Saldo.

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FAQ

Häufige Fragen zum Urlaubsanspruch

Wie berechnet sich der Urlaubsanspruch bei Teilzeit?
Entscheidend ist die Zahl der Arbeitstage pro Woche, nicht die Stundenzahl: Vollzeit-Urlaubstage × eigene Arbeitstage ÷ Arbeitstage der betrieblichen Vollzeit-Woche. Beispiel: 30 Tage Vollzeit-Urlaub bei 5-Tage-Woche und 3 Arbeitstagen → 30 × 3 ÷ 5 = 18 Tage. Wer an 5 Tagen je 4 Stunden arbeitet, hat denselben Urlaubsanspruch wie eine Vollzeitkraft — die Tage sind nur kürzer bezahlt.
Wie viel Urlaub steht bei einer 4-Tage-Woche zu?
Gesetzliches Minimum: 4 Wochen Urlaub, also 4 × 4 = 16 Urlaubstage. Bei 28 vertraglichen Tagen (5-Tage-Woche) ergibt die Umrechnung 28 × 4 ÷ 5 = 22,4 Tage. Solche Bruchteile aus der Teilzeit-Umrechnung dürfen nicht einfach abgerundet werden.
Haben Minijobber Anspruch auf bezahlten Urlaub?
Ja, in vollem Umfang. Minijobber sind Teilzeitbeschäftigte und werden beim Urlaub genauso behandelt: 4 Wochen gesetzlicher Mindesturlaub, umgerechnet auf ihre Arbeitstage pro Woche. Wer als Minijobber an 2 Tagen pro Woche arbeitet, hat mindestens 8 Urlaubstage im Jahr.
Was ist die Zwölftelung beim Urlaubsanspruch?
Bei Ein- oder Austritt im laufenden Jahr entsteht in drei Fällen nur ein Teilurlaub von 1/12 des Jahresurlaubs pro vollem Beschäftigungsmonat (§ 5 BUrlG): bei Eintritt nach dem 1. Juli, bei Austritt vor Ablauf der 6-monatigen Wartezeit und bei Austritt in der ersten Jahreshälfte. Bruchteile ab einem halben Tag werden dabei aufgerundet.
Wie viel Urlaub bekomme ich bei Kündigung in der zweiten Jahreshälfte?
Wer nach erfüllter Wartezeit in der zweiten Jahreshälfte ausscheidet, behält den vollen gesetzlichen Jahresurlaub — eine anteilige Kürzung des gesetzlichen Minimums ist nicht vorgesehen. Nur für vertraglichen Mehrurlaub (alles über dem gesetzlichen Minimum) kann der Arbeitsvertrag eine anteilige Regelung enthalten.
Was gilt bei unregelmäßigen Arbeitstagen oder Schichtdienst?
Wechselt die Zahl der Arbeitstage von Woche zu Woche, rechnet man üblicherweise mit den Jahres-Arbeitstagen: vertragliche Urlaubstage × tatsächliche Jahresarbeitstage ÷ Jahresarbeitstage einer Vollzeitkraft (bei 5-Tage-Woche meist 260). Für solche Fälle ist der Wochen-Rechner oben nur eine Näherung — eine Dienstplanungs-Software mit hinterlegtem Arbeitszeitmodell rechnet das automatisch.
Was passiert mit dem Urlaub beim Arbeitgeberwechsel im laufenden Jahr?
Es gibt keinen Doppelanspruch: Urlaub, den der alte Arbeitgeber bereits gewährt oder abgegolten hat, wird beim neuen angerechnet (§ 6 BUrlG). Dafür stellt der alte Arbeitgeber eine Urlaubsbescheinigung aus. Wer beim neuen Arbeitgeber rechnet, sollte den bereits genommenen Urlaub also abziehen.
Welche Sonderfälle rechnet dieses Tool nicht mit?
Nicht abgebildet sind Zusatz- und Sonderansprüche: +5 Tage für schwerbehinderte Menschen (§ 208 SGB IX), die höheren altersgestaffelten Ansprüche für Jugendliche (§ 19 JArbSchG), Bildungsurlaub nach Landesrecht, die mögliche Urlaubskürzung bei Elternzeit (§ 17 BEEG, nur per Erklärung des Arbeitgebers) sowie tarifliche Sonderregeln (z. B. Bau). Krankheit kürzt den Anspruch übrigens nicht. Das Tool gilt außerdem nur für Deutschland — Österreich und die Schweiz haben eigene Urlaubsregeln.

Alle Werte sind Orientierungswerte nach dem deutschen Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) — für Österreich (UrlG) und die Schweiz (Art. 329a OR) gelten andere Regeln. Tarifverträge können nach § 13 BUrlG auch von Wartezeit, Zwölftelung und Rundung abweichen; nur der Mindesturlaub ist unabdingbar. Nicht berücksichtigt: Zusatzurlaub für schwerbehinderte Menschen und Jugendliche, Bildungsurlaub, Elternzeit-Kürzung, Anrechnung bei Arbeitgeberwechsel (§ 6 BUrlG). Bei Sonderfällen hilft ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.